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 Head over heels

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BeitragThema: Head over heels   So Jul 02, 2017 10:59 am




✦ Diese FF ist Teil des sogenannten ‚Mary-Sue Projekts' auf animexx.de
✦ Es handelt sich um eine Self-Insert FF unter Fremdregie
✦ Die Handlung spielt im 4.Schuljahr von Harry Potter.
✦ Alle (bekannten) Charaktere der Reihe und das ganze Harry Potter Universum gehören J.K.Rowling und ich verdiene kein Geld damit.

___________________________

Da du schon immer einmal nach London wolltest nutzt du natürlich die Chance eine gute Freundin zu besuchen, die ihr nächstes Unisemester dort verbringen wird. Geplant sind zwei Wochen in London: Die letzte August und erste September Woche. Da ihr beide große Harry Potter Fans seid stattet ihr natürlich den Warner Brothers Studio Tours und dem Bahnhof King‹s Cross einen Besuch ab. Da der 1. September bekannt ist als der erste Schultag, tummeln sich hunderte Leute vor dem eingemauerten Gepäckkarren zu Bahngleis 9 ¾. Du und deine Freundin beschließt trotzdem, dass ihr euch anstellt, schließlich bekommt man die Gelegenheit nicht immer. Es sind nur noch wenige Leute vor euch, als die Kamera des Fotographen kaputt geht und er die Leute leider wegschickt. Ihr seid beide sehr enttäuscht, beschließt aber trotzdem ein Foto zu machen, da deine Freundin ihre Kamera Gott sei Dank noch mitgenommen hat. Ihr wartet bis die Leute verschwunden sind. Du schießt zuerst ein Foto deiner Freundin, bevor sie eines von dir macht. Als sie gerade auf den Auslöser drückt, setzt sich der Karren in Bewegung und du landest auf dem berühmten Gleis 9 ¾. Du versuchst verzweifelt wieder nach draußen zu kommen, doch es ist bereits 11 Uhr, weshalb die Barrikade verschlossen ist. Ein dunkelhäutiger Junge mit Rastalocken spricht dich an und fragt ob alles okay ist, da du sehr verwirrt wirkst. Du versuchst zu erklären, doch er nimmt dich mit, da der Hogwartsexpress in wenigen Sekunden abfährt.

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©Cover: Zaje95

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BeitragThema: Re: Head over heels   So Jul 02, 2017 11:01 am




Vorwort der Autorin


Das Mary Sue Projekt wurde auf Animexx von Erenya und Pfeffersosse ins Leben gerufen und ich habe selbst schon daran teilgenommen und ich muss sagen, dass es mir durch Schreibblockaden und Ideenlosigkeit geholfen hat. Daher hab ich beschlossen meine Projekte auch auf Wattpad online zu stellen.

Ich finde es ist ein guter Anfang für Schreibanfänger, die nicht wissen, wie sie wirklich anfangen sollen und wie sie sich einen roten Faden bilden sollen. Vielleicht ist es ja hilfreich jemanden hinter sich zu haben, der einem einen sanften Stups in die richtige Richtung gibt.

Bei diesem Projekt geht es um eine Gottheit und einen Schreiber, die sich auf ein Fandom einigen und dann zusammen in ein Abenteuer stürzen. Es geht darum, dass du deinen Charakter verkörperst. Er reagiert wie du.

Der Schreiber hat die Aufgabe sich in die Geschichte hineinzuschreiben. Die Göttin hingegen legt fest wie eure Regeln für diese Welt sind und was ihr pro Kapitel für Aufgaben zu erledigen habt, um am Ende ein Happy End zu bekommen.

Jedoch gibt es vorgegebene Regeln für das Projekt:

1. Sei stets du selbst.
2. Die Fandom-Charaktere müssen in character sein. Auf Aktionen folgen Reaktionen, vergiss das nie.
3. Du verfolgst einen Handlungsstrang, der dir selbst noch unbekannt ist. Vertrau deiner Gottheit, sie wird dich durch die Handlung führen.
4. Deine Gottheit wird dir für jedes Kapitel neue Aufgaben stellen, die es zu erfüllen gilt. Ob sie dich zum Ziel führen oder vor neue Herausforderungen stellen, entscheidet die Gottheit.
5. Du verfügst über all deine Stärken und Fähigkeiten, ebenso über all deine Schwächen und Gewohnheiten. Inwiefern dem noch etwas hinzukommt, um dein Bestehen im Fandom zu gewährleisten, entscheidet deine Gottheit.
6. Du verfügst über dein Fandomwissen. Inwieweit du es aktiv anwenden darfst, entscheidet die Gottheit.
7. Die Gottheit entscheidet über das Ziel der FF.
8. Die Gottheit entscheidet, wann und wie viele Tipps sie dem Autor mitgibt, um ein Rätsel zu lösen.
9. Absprachen im Hintergrund zwischen Autor und Gottheit sind gestattet, der Autor darf jedoch weiterhin nichts im Vorfeld über den geplanten Plotverlauf erfahren.
10. Beide, sowohl Autor als auch Gottheit, sind dafür verantwortlich, die Entwicklung der Geschichte nicht ins Mary Sue-Genre abdriften zu lassen.

Die Göttin stellt dann noch einige Regeln auf, die bis zum Ende der Fanfiction eingehalten werden müssen – es gibt keine Änderungen. Die Regeln müssen bitte in der FF-Beschreibung oder einem Vorwort aufgelistet werden, damit sie für den Leser nachvollziehbar sind.

Meine Göttin Zaje schickt mich in dieser Fanfiction nach Hogwarts und hier sind meine zusatzlichen Regeln:

» du darfst nach Belieben NPCs erschaffen und handeln lassen, solange dir für das jeweilige Kapitel nichts anderes vorgegeben ist
» du landest in deinem sechsten Schuljahr (Harrys 4. Jahr)
» die Menschen in deiner Umgebung halten dich für 16 Jahre (bald 17, da du ja im Okt. Geburtstag hast) und sind fest davon überzeugt, dass du seit deinem ersten Schuljahr in Hogwarts bist – sie sind misstrauisch, da du dich offenbar nicht an sie erinnerst
» dein Haus ist Gryffindor und ich verleihe dir die Fähigkeit die ersten 5 Jahre dort unbeschadet überstanden zu haben
» versuche so viel wie möglich über dein bisheriges Leben in dieser Welt herauszufinden – es könnte dir helfen zurück in deine Welt zu kommen
» du brauchst Freunde – schließe Freundschaften, aber achte darauf, wem du vertrauen willst
» nutze dein Fandomwissen um nicht aufzufallen
» du kannst versuchen, andere davon zu überzeugen, dass du aus einer anderen Welt kommst, wenn du es für eine gute Idee hältst
» du darfst Aufgaben grundsätzlich in das nächste Kapitel mitnehmen, wenn du das willst - sei dir aber bewusst, dass diese Verzögerungen negative Effekte haben können

In den folgenden Kapiteln werde ich nun von ihr in einige Abenteuer geschickt werden und ich bin schon gespannt was mich erwartet.

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BeitragThema: Re: Head over heels   Fr Jul 07, 2017 12:00 am




Kapitel 1


So, und nun kommen wir zu den Aufgaben für das erste Kapitel:

✔ überstehe die Fahrt im Hogwartsexpress ohne groß aufzufallen
✔ finde heraus in welchem Jahrgang du bist
✔ sorge dafür, dass deine Familie und deine Freunde nicht misstrauisch werden
✔ Bonus: versuche dich an einfachen Zaubern, um herauszufinden ob es dir überhaupt möglich ist zu zaubern
✔ unterhalte dich mit deinen Freunden und versuche herauszufinden was in letzter Zeit passiert ist - Bonus: Finde heraus in welchem Jahr du gelandet bist.
✔ Bonus: finde heraus, dass du bei der Quidditchweltmeisterschaft warst
✔ finde heraus welche ZAG Prüfungen du geschafft hast
✔ finde von einem Weasley heraus, dass ihre älteren Brüder (Bill, Charlie & Percy) von einem ›großen Ereignis‹ in Hogwarts gesprochen haben
✔ Bonus: unterhalte dich mit Harry und/oder Ron und/oder Hermine
x Bonus: versuche deinen Blutstatus herauszufinden!


____________________________________________________________________

Endlich war es soweit. Ich war in London – meiner absoluten Traumstadt. Lange hatte ich darauf gespart um mir diesen Urlaub von zwei Wochen leisten zu können und ich war unendlich glücklich darüber, dass alles so funktioniert hatte, wie ich es mir vorgestellt hatte. Es passte auch wie die Faust aufs Auge, dass eine gute Freundin von mir ihr nächstes Unisemester hier verbringen würde, denn wir beide hatten vieles gemeinsam; darunter war auch unsere Vorliebe für Harry Potter. Beide hatten wir schon unzählige Male die Bücher gelesen und die Filme hatten wir auch schon so oft gesehen, dass wir die Texte der Schauspieler schon mitreden konnten. Aus diesem Grund war es auch kein Wunder, dass wir uns sofort für die Tour angemeldet hatten, die in den Warner Brother Studios stattfinden würde. Natürlich stand auch ein Besuch des Bahnhofes King’s Cross auf der Liste, denn immerhin begann dort ja die Reise nach Hogwarts.

Es war auch keine Frage als wir uns für das Datum entscheiden mussten, denn der 1. September war genau richtig dafür, denn immerhin wollten wir am ersten Tag im neuen Schultag nicht den Zug verpassen. Jedoch hätte ich wirklich niemals damit gerechnet, dass so viele Leute kommen würden. In King’s Cross war wirklich die Hölle los und man wurde von einer Stelle zur nächsten geschoben, aber ich wollte es mir einfach nicht entgehen lassen dieses Foto zu machen und zum Glück sah es Camilla wie ich. Immerhin hatten wir uns schon so lange darauf gefreut, dass wir nun wo wir so kurz davor waren, keinen Rückzieher mehr machen würden. Im Grunde ging es eigentlich recht schnell voran und ich freute mich wirklich, dass ich nun endlich mein Foto bekommen würde, welches schon so lange ein Wunsch von mir war.

Aber anscheinend meinte es das Schicksal nicht gut mit mir. Ein Murren ging durch die vorderen Reihen und fragend wandte ich mich an Camilla, die aber auch nicht wusste was denn los war, als wir dann auch schon die Stimme des Fotografen vernahmen, der meinte, dass es heute keine Fotos mehr geben würde, da seine Kamera leider defekt war. Ich konnte und wollte es nicht glauben, denn das konnte doch wohl nicht wahr sein? Gerade dann, wenn es zum Greifen nahe war ging etwas schief. Die gute Laune, die ich kurz zuvor noch hatte war mit einem Schlag verschwunden und langsam löste sich die Menge vor uns auf.

Ein Seufzen kam über meine Lippen und auch ich drehte mich um, um den Bahnhof zu verlassen, aber meine Freundin hielt mich am Arm zurück und fragend hob ich eine Augenbraue. »Wir können doch trotz allem ein Foto machen. Ich hab für alle Fälle meine Kamera mitgenommen!«, meinte sie mit einem breiten Lächeln auf den Lippen und schwungvoll umarmte ich sie, denn sie war einfach genial.

»Genial! Du bist echt die beste!«, kam es von mir.

Als dann alle Besucher gegangen waren nahm ich ihr die Kamera ab damit sie sich an den Gepäckkarren stellen konnte und ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, denn es sah einfach nur zu gut aus, welche Grimasse sie in diesem Augenblick schnitt. Ihren Hufflepuff-Schal hatte sie sich locker um den Hals gelegt und ich legte die Kamera an um dann das Foto zu machen. Cami grinste breit in die Kamera und ich betätigte den Auslöser. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. »Warum bist du eigentlich so fotogen? Das ist wirklich unfair, weißt du das?«, meinte ich schließlich als ich ihr die Kamera gab und mich selbst an den Karren stellte. Ich fuhr mir noch einmal kurz durch meine blonden Locken, die mir sanft über den Rücken fielen.

»Also ich weiß nicht was du immer hast. So gut sind die Fotos von mir auch wieder nicht. Außerdem, wenn wer fotogen ist, dann bist du das!«, kam es kopfschüttelnd von Camilla während sie sich die Kamera zurecht legte. Ein Schmunzeln legte sich auf meine Lippen als ich in das Objektiv blickte und darauf wartete den Blitz zu sehen, aber nichts davon geschah…

Einen Wimpernschlag später befand ich mich – irgendwo. Hektisch blickte ich mich um, denn das war doch jetzt wohl ein schlechter Scherz, oder? Ich drehte mich einmal um meine eigene Achse und versuchte Camilla ausfindig zu machen, aber ich konnte sie nirgends sehen und ich legte meine Hand auf die Backsteinmauer hinter mir. Das ist ein Traum! Ich träume. Gleich werde ich aufwachen und bemerken, dass wir noch gar nicht bei der Tour waren…, redete ich mir gut zu und schloss die Augen, denn er Traum würde sicher gleich vorbei sein. Wie von der Tarantel gestochen zuckte ich zusammen als sich plötzlich eine Hand auf meine Schulter legte und ich wirbelte herum nur um einem Jungen mit Rasterlocken ins Gesicht zu blicken. Mit großen Augen starrte ich ihn an, denn das war unmöglich. Vor mir stand kein geringerer als Lee Jordan.

»Willst du hier Wurzeln schlagen oder was? Deine Eltern warten schon auf dich und der Zug fährt gleich ab«, meinte er schmunzelnd und ich machte den Mund auf um etwas zu erwidern, aber mir hatte es eindeutig die Sprache verschlagen. Schon hatte er nach meiner Hand gegriffen und zog mich einfach hinter sich her und ich ließ es geschehen, da ich total überrumpelt war und keine Ahnung hatte was eigentlich los war.

Erst da fiel mir auf, dass ich eine Hogwarts-Uniform in den Gryffindorfarben trug. Okay, ganz ruhig Savannah. Das ist nur ein Traum. Alles ist okay. Du träumst und Träume sind doch was Gutes. Sieh doch das positive und genieß es so lange du kannst, redete ich mir wie ein Mantra vor als ich hinter Lee her stolperte. Als er mich schließlich vor einer Familie abstellte sah ich diese und Lee abwechselnd fragend an. Ich wusste nicht was ich nun machen sollte, aber diese Entscheidung wurde mir abgenommen als mich das kleine Mädchen umarmte. Etwas überrumpelt sah ich sie an, aber als ich merkte, dass ihr Tränen über die Wangen liefen schloss ich sie automatisch in die Arme, denn ich hasste es wenn ich kleine Kinder weinen sah. Zwar war sie geschätzte neun oder zehn Jahre alt, aber trotzdem brach es mir das Herz sie so zu sehen obwohl ich sie nicht kannte. »Shhh, ist ja gut. Alles okay!«, meinte ich zu ihr und strich ihr übers Haar.

»Nimm mich mit. Ich will auch nach Hogwarts!«, kam es leise von der Kleinen und ich sah mich hilfesuchend um, denn was sollte ich darauf den groß sagen? Ich hatte ja selbst keine Ahnung was hier los war oder warum das hier alles passierte…

Doch zum Glück schritt die Frau, die hinter ihr stand, ein und zog die Kleine sanft von mir. »Ana, deine Schwester kommt doch bald wieder. Spätestens in den Weihnachtsferien wirst du sie wieder sehen. Außer sie will in Hogwarts bleiben. Aber du wirst sehen, dass die Zeit schnell vergehen wird und du deine Schwester bald wieder haben wirst!« Die Frau schenkte mir ein warmes Lächeln und ich erwiderte dieses zögernd. Warum hing sie dann an mir, wenn sie eine Schwester hatte?!

»Weiß ich doch, aber ich will nicht noch ein Jahr warten um nach Hogwarts gehen zu können. Ich will auch dieses Mal mit!«, kam es von Ana.

Der Mann, der bei ihnen stand, lächelte mich ebenso warm an und zog mich dann in eine Umarmung und automatisch versteifte ich mich. Was soll das denn werden? »Pass auf dich auf, Schatz. Aber das weißt du ja…und falls was ist schick uns einfach eine Eule. Aber vor allem hab ein schönes Schuljahr!« Als er mir dann auch noch einen Kuss auf die Stirn drückte war es vorbei, denn hier lief garantiert etwas falsch…

Ein Pfiff ertönte am Bahnsteig und ich zuckte überrascht zusammen und hatte somit aber auch eine Möglichkeit um mich von dem Mann zu entfernen. Doch das war noch lange nicht alles, denn auch die Frau umarmte mich und drückte mich fest an sich. »Melde dich sobald du kannst. Ich hab dich lieb, Kleines!«

Auch das kleine Mädchen klammerte sich noch einmal an mich. Völlig überfordert stand ich da und war unfähig auch nur irgendwas zu machen als mich Lee auch schon am Arm packte und zum Zug schleifte.

»Bis dann, Mrs. und Mr. Jackson. Wir sehen uns Ana!«, rief er noch über die Schulter. Er warf mir von der Seite noch einen skeptischen Blick zu und meinte: »Ist wirklich alles in Ordnung? Du scheinst echt…durch den Wind zu sein?« Ich nickte einfach nur und winkte der Familie aus Reflex noch einmal zu bevor ich hinter Lee in den Zug stieg. Ein Traum. Einfach genießen und mitspielen!

Kaum war ich eingestiegen schlossen sich auch schon die Türen und der Hogwarts-Express setzte sich in Bewegung. Ich konnte es noch immer nicht fassen was hier gerade passierte, aber ich würde wirklich das Beste daraus machen. Denn was sollte denn schon groß schief gehen?

Der Jordan war so freundlich meinen Koffer zu tragen und ich trug den Eulenkäfig, der noch kurz zuvor darauf gethront hatte und folgte ihm. Er schien genau zu wissen wo er hinwollte, denn kurz darauf betrat er schon ein Abteil, das bereits zwei Leute belegten und dabei handelte es sich um die Weasley Zwillinge. Wie angewurzelt blieb ich stehen und hatte das Gefühl jeden Moment umzufallen.

»Alles klar bei euch zwei?«, kam es auch schon grinsend von Fred und zwinkerte mir zu. Ich spürte förmlich wie mir das Blut in die Wangen schoss und schluckte einmal schwer bevor ich meine Eule auf einem freien Sitz abstellte und mich setzte.

Ein leichtes Lächeln schlich sich auf meine Lippen. »Klar, alles bestens!«

Lee zog eine Augenbraue nach oben und legte den Kopf leicht schief. »Das finden wir noch raus ob alles klar und bestens ist!« Ich fuhr mir kurz durch die Locken und bedankte mich bei ihm für die Hilfe mit dem Koffer.

Im Grunde hätte ich mir keine bessere Gesellschaft wünschen können als die Jungs, denn sie brachten mir wirklich zum Lachen, aber trotz allem brennten mir einige Fragen auf der Zunge. »Also Jungs. Was habt ihr in den Ferien angestellt? Neue Pläne für das Schuljahr geschmiedet?«, meinte ich lächelnd.

George zuckte grinsend mit den Schultern und meinte: »Naja, die ein oder anderen Ideen sind uns schon gekommen, aber das Highlight war definitiv die Quidditchweltmeisterschaft. Auch wenn das Szenario danach nicht gerade prickelnd war. Habt ihr eigentlich gewettet? Ich meine bei Bagman?«

Lee lachte auf und meinte dann: »Hatte ich mir auch nicht anders gedacht. Aber das mit den Todessern war wirklich nicht zu glauben. Meine Eltern haben mich gleich mit allen anderen in den Wald geschickt, aber gesehen hab ich euch nirgends. Dich übrigens auch nicht Sav. Wo hast du eigentlich gesteckt? Immerhin war dein Zelt nicht weit von meinem entfernt. Ich dachte wirklich, dass ich dich sehen würde!«

Ich war also bei der Quidditchweltmeisterschaft? Coole Sache. Ahm obwohl ich mich nicht daran erinnern kann… Ich zuckte leicht mit den Schultern und meinte schließlich: »Ja, meine Eltern haben mich sofort losgeschickt und ich hatte Ana dabei. Ich wollte einfach so schnell wie möglich da weg. Ich hab versucht dich zu finden, aber da waren so viele Leute und die haben uns immer weiter in den Wald geschoben.«

Die drei Jungs nickten einfach nur, denn was sollten sie auch schon groß dazu sagen? »Bill, Charlie und Percy haben auch irgendwas davon geredet, dass dieses Jahr ein großes Ereignis in Hogwarts stattfinden würde, aber sie wollten uns nicht sagen was es ist. Habt ihr eine Ahnung? Oder du Sav? Immerhin arbeitet dein Dad im Ministerium? Hat er was gesagt?«, kam es von Fred und die Jungs sahen mich neugierig an, aber was sollte ich dazu denn schon groß sagen?
Ich meine immerhin war ich erst seit einigen Minuten hier. Aus diesem Grund schüttelte ich den Kopf. »Tut mir echt leid, aber ich weiß auch nicht mehr als ihr. Aber es gab ziemlichen Stress wegen der Sache mit Sirius Black. Das ganze Ministerium war irgendwie total angespannt, aber das wundert mich wirklich nicht. Ich meine er ist ja ein verurteilter Mörder, der aus Askaban ausgebrochen ist und nun ist er auch noch spurlos verschwunden.«

Lee seufzte frustriert auf und entlockte mir damit ein kleines Lachen. »Naja wir werden es heute Abend wohl erfahren, aber ich bin mir sicher, dass es etwas ist was uns im Gedächtnis bleiben wird. Denkt ihr, dass Harry sich wieder in Schwierigkeiten bringen wird?«

Ein Lachen ging durch die Runde, denn das war wohl so sicher wie das Amen im Gebet, dass Harry wieder vorne dabei war, wenn irgendwas in die falsche Richtung lief. »Naja er bringt sich zwar in Schwierigkeiten, aber irgendwie im positiven Sinne. Ich meine wir haben für seine Leistungen immer Hauspunkte bekommen. Wenn wir so wieder den Hauspokal gewinnen soll es mir recht sein!«, meinte Fred schmunzelnd.

Die Gespräche im Abteil waren wirklich ausgelassen und gemütlich und ich hatte wirklich meinen Spaß, aber irgendwann ging uns dann der Gesprächsstoff aus. Mit meinen Gedanken war ich wie so oft wieder irgendwo und die Jungs brauchten einige Anläufe um meine Aufmerksamkeit zu bekommen.

»Hallo? Erde an Sav? Ich hab dich was gefragt?...Hast du deine Zauberschnippschnappkarten dabei?«

Mit verschleiertem Blick sah ich zu Lee, der mich fragend ansah und ich stand auf, denn ich hatte keinen blassen Schimmer was ich überhaupt in meinem Koffer hatte. »Ich sehe mal nach ob sich was finden lässt!«, gab ich grinsend von mir und öffnete meinen Koffer um diesen nach den besagten Karten zu durchsuchen. Eigentlich verlief die Suche ganz gut, aber die Karten waren schnell vergessen als ich meinen Zauberstab ertastete und ein wohliger Schauer lief mir über den Rücken. Wie cool ist das denn? Ich habe meinen eigenen Zauberstab! Ich glaube ich drehe durch! Doch als ich dann auf ein Buch stieß zog ich dieses aus dem Koffer, denn ich konnte es kaum erwarten darin zu blättern. Ich musste mich wirklich am Riemen reißen um cool zu bleiben, aber die Spielkarten konnte ich leider nicht finden und ich ließ mich wieder auf meinen Platz fallen. »Sorry Jungs, aber ich hab sie wohl zuhause vergessen!«

Jedoch schien es ihnen nicht viel auszumachen, denn schon vertieften sie sich wieder in ein Gespräch was ihre Scherze für das diesjährige Schuljahr betraf also konnte ich mich in Ruhe hinter meinem Buch für Zaubertränke verstecken. Pure Freude durchströmte mich, denn das hatte ich mir schon viel zu oft vorgestellt und nun passierte es wirklich. Jedoch kam ich nicht dazu das Buch zu lesen, denn schon fiel mir ein Brief in den Schoß und interessiert musterte ich diesen. Darauf war das Hogwartswappen zu sehen. Das war dann wohl mein Schulbrief. Vielleicht würde ich daraus ja schlau werden.

Schon zog ich die Pergamentblätter hervor und entfaltete diese und begann meinen Brief zu lesen. Dieser enthielt die Information wegen dem neuen Schuljahr, dann die Liste wegen den Büchern und eine Liste mit meinen ZAG Ergebnissen. Mit großen Augen sah ich auf die Liste. Also war ich nun im sechsten Jahr. Und ich war überrascht, denn ich hatte bis auf Wahrsagen und Geschichte der Zauberei nur positive Noten erzielt. Noch dazu stellte ich fest, dass ich Wahrsagen und Alte Runen als Wahlfächer gewählt hatte. Naja die Auswahl hätte auch besser sein können…Ich packte den Brief wieder in den Umschlag und widmete mich dem Zaubertrankbuch.

Anscheinend war den Jungs dann doch langweilig geworden, denn George bewarf mich mit Pergamentkugeln und genervt sah ich zu ihm hoch. »Den Blick hat sie dann wohl doch nicht verlernt!«, kam es lachend von ihm und ich verdrehte grinsend die Augen.

»Willst du mich nur nerven oder ist irgendwas?«, meinte ich schließlich und sah ihn abwartend an.

»Also wenn du schon so fragst. Ich hab Hunger. Kannst du mal nachsehen wo der Servierwagen bleibt?« Lee sah mich bittend an und ich sah ihn ungläubig an. War ich etwa der Trottel vom Dienst?

»Wenn du nachsehen gehst und du triffst auf Ron kannst du ihn fragen ob er unsere Karten hat?«, meinte dann Fred und ich schloss mein Buch kräftiger als gewollt.

»Sehe ich etwa aus wie euer Laufbursche? Macht doch selbst!« Doch ich wusste genau, dass sie nicht lange brauchen würden um mich zu überreden.

Keine fünf Minuten später war ich tatsächlich auf dem Weg durch den Zug und suchte diese nette Dame mit dem Servierwagen. Meinen Zauberstab hatte ich zur Sicherheit in meinen Umhang gesteckt, denn man konnte ja nie wissen… Jetzt wo ich darüber nachdachte freute ich mich darauf, denn nun würde ich endlich mal den Kürbissaft und den Kesselkuchen probieren können. Doch dieser würde wohl noch ein bisschen warten müssen, denn als ich an einem Abteil vorbeikam sah ich drei Leute sitzen und einer davon hatte rote Haare. Das war dann wohl Ron. »Hey. Tut mir leid, wenn ich euch störe, aber Fred und George lassen fragen ob du die Zauberschnippschnappkarten dabei hast. Die beiden können sie nicht finden und denken jetzt, dass du sie hast.«

Alle drei sahen an und lächelten mich an. »Hallo Savannah. Schöne Ferien verbracht?«, fragte mich auch schon Hermine während Ron nach den Karten suchte.

Ich legte den Kopf leicht schief und zuckte mit den Schultern. »Waren ganz in Ordnung. Aber das Highlight war wohl die Meisterschaft.«

»Lief alles nicht so wie geplant, wie es aussah. Kann ich dich was fragen?«, meinte nun auch Harry und ich nickte.

»Klar!«

»Also dein Vater arbeitet ja im Ministerium und…!«

Ein Grinsen schlich sich auf meine Lippen und ich unterbrach ihn, denn ich konnte mir schon denken was er mich fragen würde. »Tut mir leid, aber ich weiß genauso wenig wie ihr.«

Die Drei schienen nicht besonders begeistert von meiner Auskunft zu sein, aber ich konnte es auch nicht ändern. Schließlich hatte Ron die Karten gefunden und gab sie mir. Ich verabschiedete mich von den dreien und setzte meinen Weg fort.

Unterwegs kam ich an vielen Abteilen vorbei unter anderem auch an einigen mit Slytherins und dort machte ich mich schnell aus dem Staub, denn ich wollte nichts herausfordern. Schließlich konnte ich die gesuchte Dame ausfindig machen. »Meine Liebe, etwas vom Servierwagen?«

Ich lächelte sie freundlich an und kaufte dann einen Stapel Kesselkuchen und vier Krüge mit Kürbissaft. Bevor ich die Sachen nehmen konnte fiel schon eine Flasche der Dame auf den Boden. »Ach du meine Güte!«

Ich biss mir leicht auf die Unterlippe, aber ich war froh, dass es nicht eine von meinen gewesen war, doch irgendwie juckte es mich in den Fingern etwas zu versuchen. Ich holte meinen Zauberstab raus. »Warten Sie! Ich mach das schon!« Okay, dann sehen wir mal ob ich das hinbekomme oder nicht! Ich holte noch einmal tief Luft bevor ich den Zauberstab auf die Scherben richtete. »Reparo!«, murmelte ich und tatsächlich setzten sich die Scherben wieder zusammen. Voll krass!

Die Dame lächelte mich freundlich an und ich schnappte mir die Sachen und balancierte diese zurück zu unserem Abteil, wo die Jungs anscheinend schon am Verhungern waren, denn als ich die Tür aufschob rissen sie mir schon alles aus dem Armen. »Ja, hab ich gerne gemacht!«, kam es sarkastisch von mir und alle drei strahlten mich breit an. Bevor ich mich wieder auf meinen Platz setzte holte ich noch die Karten aus dem Umhang und warf sie Fred in den Schoß.

Ein Blick aus dem Fenster reichte um zu merken, dass es langsam dunkel wurde also würde es wohl nicht mehr lange dauern bis wir in Hogsmeade ankommen würden und langsam wurde ich wirklich nervös. Mir war sogar schon richtig übel und ich spielte mit meinen Fingern, wie immer wenn ich aufgeregt war. Schon kam eine Durchsage, dass wir gleich ankommen würden und dass unser Gepäck ins Schloss gebracht werden würde also musste ich mich darum auch nicht kümmern. Die Jungs waren aufgestanden und stellten sich zu den anderen nach draußen auf den Gang und ich tat es ihnen gleich.

»Ich bin froh wieder hier zu sein!«, kam es von Lee und die anderen beiden stimmten ihm zu, doch ich konnte nichts sagen, denn wie es aussah würde ich wirklich gleich Hogwarts sehen. Das war einfach unglaublich. Endlich blieb der Zug stehen und langsam ging es vorwärts bis ich schließlich ins Freie trat und die frische Luft einatmete. Ich bin in Hogsmeade. Ich glaub ich drehe durch!

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BeitragThema: Re: Head over heels   Sa Jul 22, 2017 3:52 pm




Kapitel 2


✔️ Du belegst gemeinsam mit deinen Freunden eine Kutsche - ein weiteres Mädchen, das du nach kurzer Zeit als Cho Chang identifizierst - sitzt bereits in der Kutsche als ihr dort angelangt
✔️ Albus Dumbledore verkündet das Trimagische Turnier
✔️ Versuche nicht zu überwältigt auszusehen, als du Hogwarts und das Festmahl das erste Mal siehst - Pokerface
✔️ Beschreibe deine Gefühle bis ins letzte Detail, als du das Schloss zum ersten Mal erblickst
✔️ Probier von der Siruptorte
✔️ Da Fred und George gerne langsam und viel essen, werdet ihr es nicht schaffen mit den Vertrauensschülern nach oben zu gehen - finde das Passwort heraus, bevor es zu spät ist
✔️ Die Vertrauensschülerin, die dir das Passwort verrät scheint dich besser zu erkennen - finde heraus warum!
✔️ Unterhalte dich im Schlafsaal mit Vicky
✔️ Finde in alle Klassenräume ohne zu spät zu kommen - vergiss nicht, das kann Hauspunkte kosten!
✔️ Bringe dich mindestens einmal aktiv in den Unterricht ein (welches Fach darfst du frei wählen) und verdiene Hauspunkte für Gryffindor - nutze dein Fandomwissen!
» Führe eine Unterhaltung mit Lee über das Trimagische Turnier - nutze die Gelegenheit um mehr über dich herauszufinden!
» Bonus: Finde heraus wie lange du und Lee schon befreundet seid
✔️ Schreibe einen Brief an deine Eltern um ihnen von den Neuigkeiten zu erzählen - beschwere dich, wie du es bei deinen eigenen Eltern tun würdest, dass dein Vater dir nichts von dem Trimagischen Turnier erzählt hat
✔️ Finde die Eulerei und deine Eule - vergiss nicht, dass Eulen Aufmerksamkeit brauchen Wink nimm ihr einen Keks mit
✔️ Finde zurück in den Gemeinschaftsraum ohne dich zu verlaufen!

_____________________________

Ich war total aus dem Häuschen, aber wer konnte es mir verübeln? Immerhin stand ich verdammt noch einmal am Bahnhof in Hogsmeade und würde jeden Moment nach Hogwarts fahren, gehen oder was auch immer. Wenn es sein musste würde ich auch laufen – obwohl Sport und ich uns nicht wirklich verstanden, aber für diese Schule würde ich wohl alles machen. Meine Überwältigung brachte mich völlig aus dem Konzept und wieder einmal musste mich Lee am Arm mit sich ziehen, denn alle machten sich schon auf den Weg nach…ja wohin eigentlich? Nun musste ich mich einfach darauf verlassen, dass Lee und die Twins keinen Unsinn im Kopf hatten und ich heil zum Schloss hochkommen würde, aber ich seufzte erleichtert auf als ich bemerkte, dass wir den anderen Schülern folgten. Kaum bogen wir um die Ecke des Bahnhofgebäudes erblickte ich auch schon die vielen Kutschen, die von nichts gezogen wurden. Eine Gänsehaut überzog meine Arme. Viel zu oft hatte ich schon von den Kutschen gelesen und ich wusste, dass sie von Thestralen gezogen wurden, aber trotz allem war mir der Anblick nicht ganz geheuer. Immerhin sah es so aus als würden die Kutschen von alleine fahren…

»Savannah Evangeline Jackson! Kommst du jetzt noch oder willst du zu Fuß nach oben gehen bis zum Schloss?!«, kam es schmunzelnd von George, der seinen Kopf aus der Kutsche steckte und mich belustigt ansah. Von mir kamen nur unzusammenhängende Sätze, weshalb ich einfach die Klappe hielt und mit hochrotem Kopf zu ihnen in die Kutsche stieg.
Das war alles einfach zu viel für meine Nerven. Am liebsten würde ich mich im Moment einfach in eine Ecke setzen und…heulen. Genau.

»Ich sagte doch, dass etwas mit ihr los ist!«, gab Lee auch schon wieder seinen Senf dazu und sah mich durchdringend an als würde er mich röntgten oder meine Gedanken lesen wollen.

Lasst mich doch einfach alle in Ruhe. Das hier ist nicht gerade eine Sache, die man leicht und schnell verarbeitet!, schoss es mir durch den Kopf und ich verschränkte die Arme vor der Brust und beschloss einfach nichts mehr zu sagen bevor alles noch schlimmer werden würde. Im Innenraum der Kutsche war es ziemlich dunkel, aber langsam gewöhnten sich meine Augen daran und ich bemerkte, dass noch jemand bei uns saß. Ich schätzte, dass es ein Mädchen war, aber genau konnte ich es wirklich nicht sagen. Und ich wollte auch nichts mehr sagen.

Während der gesamten Fahrt hatte ich keinen Mucks von mir gegeben, auch wenn die Jungs oft meine Meinung wissen wollten, aber es war einfach zu viel. Und ich hatte das Gefühl, dass es noch mehr werden würde. Mir war übel, aber so richtig. Immerhin würde ich bald Hogwarts sehen! Wer konnte da schon behaupten ruhig zu bleiben? Ich sicher nicht! Als dann die Kutschen langsamer wurden war ich kurz davor mich zu übergeben. Mir ging es alles andere als gut.
Wahrscheinlich war ich schon grün im Gesicht. Die Jungs stiegen lachend vor mir aus, aber ich hatte das Gefühl mich keinen Millimeter bewegen zu können. Das Mädchen, das ebenfalls in der Kutsche saß erhob sich und lächelte mich freundlich an. Und nun erkannte ich sie: Cho Chang. Zaghaft erwiderte ich das Lächeln und stand ebenfalls auf. Ich ließ ihr den Vortritt und folgte ihr dann nach draußen. Jedoch wäre ich beinahe glatt nach unten geknallt, weil ich zu sehr damit beschäftigt war das Schloss vor mir anzustarren. Wenn George nicht gewesen wäre hätte ich mit Sicherheit Bekanntschaft mit dem Boden gemacht. Schnell rappelte ich mich hoch und murmelte einen Dank. Ich konnte es nicht glauben. Am liebsten hätte ich angefangen zu heulen. Mir war danach mich auf den Boden zu setzen und die gesamte Kulisse in mich aufzusaugen. Ich hätte mir niemals erträumt, dass…ich wusste auch nicht was ich gedacht hätte. Es war wie ein Traum. Begierig sog ich alle Gerüche auf und musste mich am Riemen reißen, um mich nicht wild im Kreis zu drehen, damit ich jede Einzelheit aufnehmen konnte. Langsam ging ich die Steintreppen nach oben, welchen Weg auch alle anderen Schüler wählten und ein Kribbeln durchzog meinen gesamten Körper. Mir kam es so vor als würde mir jeden Moment die Luft ausgehen und mein Herz klopfte wild gegen meinen Brustkorb, sodass es schon schmerzte. Nun zierte ein breites Grinsen meine Lippen, denn hier fühlte ich mich wohl und geborgen. Kaum hatte ich die Schwelle übertreten war ich von diesem Gefühl überrollt worden und es war alles andere als unangenehm. Als ich dann in die Große Halle kam musste ich mir auf die Unterlippe beißen um keine Geräusche von mir zu geben. Holy Shit! Wie genial ist das denn? Oh mein Gott! Wenn das wirklich ein Traum ist will ich nie wieder aufwachen. Das ist der W A H N S I N N! Die Gespräche der anderen Schüler waren für mich wie ein Radio, der im Hintergrund lief, denn ich war zu sehr damit beschäftigt mir alles genau einzuprägen. Das würde mir wohl niemand glauben, wenn ich das Cam erzählen würde?! Jedoch wurde ich aufmerksam als Ron, Hermine und Harry zu uns stießen und fluchten, von wegen Peeves hätte mit Wasserballons auf sie geschossen. Ich musste mir ein Kichern verkneifen, denn da war ich ja noch gut davon gekommen. Schließlich ließ ich mich neben Lee fallen und neben mich setze sich Hermine. Von Ron war nur zu hören welchen Hunger er eigentlich hatte und jetzt wo er es sagte fiel mir auf, dass auch ich ziemlich hungrig war, aber das schob ich beiseite als ich mitbekam, dass nun wohl die Auswahl der neuen Schüler beginnen würde und neugierig reckte ich meinen Kopf etwas um besser sehen zu können. Professor McGonagall stellte wie immer einen dreibeinigen Stuhl ab auf dem der Sprechende Hut thronte und abwartend starrte ich diesen an bevor er anfing zu singen. Auch ich klatschte wie alle anderen am Ende und wandte meine Aufmerksamkeit dann auf die Hauslehrerin von Gryffindor, die damit begann die Neuen aufzurufen.
Als dann alle in ihre Häuser eingeteilt wurden sah ich grinsend zu Dumbledore hoch und schon meinte er: »Haut rein!«
Kichernd sah ich auf den Tisch und beinahe fielen mir meine Augen aus dem Kopf, denn das war doch unmöglich? Niemals hätte ich damit gerechnet, dass sich wirklich so viele Gerichte auf diesem Tisch befinden würden.

Mir war schlecht. Nicht weil ich nervös war. Nein. Aber ich hatte eindeutig zu viel gegessen und hatte das Gefühl als würde ich jeden Moment platzen. Doch leider hatte ich vergessen, dass es auch noch Nachtisch geben würde und schon verschwand das Essen und die Teller füllten sich mit allen erdenklichen Süßspeisen, die man sich vorstellen konnte. Hier würde ich garantiert einige Kilos zunehmen, das war sicher. Ich konnte einfach nichts mehr essen, aber da schaufelte mir Lee auch schon irgendwas auf meinen Teller und ich stöhnte auf. »Bist du wahnsinnig? Ich bekomm nichts mehr weg!«, brachte ich über meine Lippen und er zog eine Augenbraue in die Höhe.

»Das ist Siruptorte. Traditionen bricht man nicht!«

Wovon labbert der Kerl mit Rastan eigentlich? Ich hasste nichts mehr, als wenn ich irgendwie keinen Durchblick hatte was eigentlich gerade los war. Aber viel nachdenken konnte ich über die ganze Situation nicht, denn schon stupste mich der Jordan an und als ich mich zu ihm wandte schob er mir auch schon einen Löffel mit der besagten Siruptorte in den Mund, an der ich beinahe erstickte. Nachdem ich das Zeug geschluckt hatte hustete ich mir förmlich die Seele aus dem Leib und hatte noch dazu Tränen in den Augen. »Willst du mich noch vor der ersten Stunde mit Snape umbringen oder was?«, hustete ich und kippte mir einen Becher Kürbissaft hinterher. Die Jungs brachen in schallendes Gelächter aus, aber ich fand das Ganze nicht amüsant, denn nun hatte ich ein Kratzen im Hals und so lecker war dieses Tortendingens auch wieder nicht gewesen. Doch bevor ich dazu kam ihm den Kopf abzureißen erhob sich Dumbledore und die Halle verstummte allmählich, aber zu meiner Überraschung leerten sich die Teller nicht und die Twins aßen einfach genüsslich weiter als wäre es das Normalste auf der Welt. Ich warf ihnen einen ungläubigen Blick zu, aber ich bekam als Antwort einfach nur ein Zungenzeigen und wandte mich dann kopfschüttelnd an den Schulleiter. Das meiste was er sagte war irgendwie schon klar. Zwecks dem Verbotenen Wald und den verbotenen Gegenständen. Aber als er dann meinte, dass Quidditch ausfallen würde öffnete ich empört den Mund, denn gerade darauf hatte ich mich gefreut. Endlich hätte ich ein Spiel live sehen können und jetzt? Jetzt wurde nichts daraus. Das konnte doch wohl nicht wahr sein… Auch die Jungs schienen es kaum glauben zu können, denn Fred starrte den Schulleiter flehend an und George ließ seine Gabel klirrend auf den Teller fallen auf welcher sich noch ein großes Stück Kuchen befand. Wenn man es sich genauer ansah war niemand in der Großen Halle recht begeistert von dieser Nachricht. Warum um alles in der Welt machte man so was? Als dann die Rede von einer Veranstaltung war runzelte ich die Stirn, denn im Moment konnte ich mir auf das ganze keinen Reim machen. Aber dann schoss es mir. Natürlich. Das Trimagische Tunier. Doch bevor der Schulleiter dies mitteilte kam der äußerst dramatische Auftritt von Mad-Eye Moody. Also wenn ich mir diesen Mann näher ansah bekam ich Gänsehaut, denn ganz geheuer war er mir nun wirklich nicht. Aber mit diesem Gefühl war ich wohl nicht ganz alleine. Doch schon redetet Dumbleore weitere und alle Aufmerksamkeit lag wieder auf ihm. Nun war es bekannt. Dieses Jahr würde das Trimagische Tunier stattfinden. Nun war klar, dass die Ruhe in der Halle im Eimer war, denn alle begannen wild durcheinander zu reden und die Vertrauensschüler machten sich auf den Weg mit den Erstklässlern um sie nach oben zu bringen. Die Twins hatten die Ankündigung anscheinend verdaut und machten sich wieder über den Nachtisch her, denn anscheinend hatten sie noch lange nicht genug und ich fragte mich, wie man nur so viel essen konnte. Und dann viel es mir wie Schuppen von den Augen. Wie sollten wir ohne Passwort in den Gemeinschaftsraum kommen? Wie von einer Tarantel gestochen sprang ich auf und bahnte mir einen Weg durch die Menge, die soeben die Halle verließ, denn ich musste die Gruppe der Gryffindors einholen um nach dem Passwort zu fragen. Keuchend blieb ich einen Moment stehen, denn in welche Richtung sollte ich denn verdammt noch einmal laufen? Aber da erblickte ich einen Erstklässler um die Ecke verschwinden, der bei der Auswahl in das Haus des Löwen gesteckt wurde und schon machte ich mich auf den Weg und schaffte schlitternd die Kurve nur um einige der Neuen beinahe über den Haufen zu rennen. »Tut mir leid. Sorry!«, kam es etwas außer Atem von mir und schon hatte ich die Aufmerksamkeit der ganzen Gruppe.

»Sav! Oh mein Gott. Da bist du ja!«, kam es auch schon von der Vertrauensschülerin als sie mir um den Hals fiel. Etwas überfordert, so wie eigentlich schon den ganzen Tag, stand ich nun da und wartete darauf, dass sie mich wieder los ließ.
»Hi. Ja, da bin ich. Ahm ich wollte eigentlich nur nachfragen wegen dem Passwort. Ansonsten muss ich mit dem Jungs vor dem Portrait schlafen und darauf habe ich keine Lust!« Wer zum Geier war sie denn nun schon wieder? Fragend sah ich sie an und sie warf mir einen skeptischen Blick zu bevor sie mir das gesuchte Wort nannte und schon war sie weg, da die Gruppe schon weitergegangen war und ich machte mich auf den Weg zurück.

Als ich mich wieder auf meinen Platz von vorhin setzte aßen die Jungs noch immer und außer unserer kleinen Gruppe war niemand mehr in der Halle bis auf einige Lehrer, die uns aber nicht wirklich beachteten. Auch Lee bekam keinen Bissen mehr weg, aber er schien auch auf seine besten Freunde zu warten und er wandte sich an mich und seine Augen funkelten. »Also was denkst du über das Tunier? Glaubst du sind die Aufgaben eher harmlos? Oder brauchen wir dafür fortgeschrittene Magie? Welche Aufgaben werden sie uns wohl stellen?« Man merkte sofort, dass der Jordan Feuer und Flamme dafür war und auch die Twins warfen ihre Gedankengänge ein, aber ich schüttelte einfach nur grinsend den Kopf.

»Schön und gut, dass ihr euch solche Gedanken darum macht, aber das ist umsonst, denn ihr werdet daran nicht teilnehmen. Schon alleine weil ihr zu jung seit um bei der Auswahl mitzumachen. Und egal was euch im Kopf rumgeht. Lasst es sein. Es wird nicht funktionieren!« Schmunzelnd fuhr ich mir durch die Haare und stützte meinen Kopf dann in meine Hände, denn langsam aber sicher wurde ich hundemüde. Lee sah mich empört an.

»Also wirklich! Was ist denn los mit dir? Sonst schmiedest du doch immer Pläne mit uns. Und unterstützt uns. Raus mit der Sprache? Was ist im Sommer passiert, dass du so anders bist? Geht es um einen Jungen? Sag mir bitte nicht, dass du verknallt bist!«

Ich boxte ihn auf den Oberarm und am liebsten hätte ich ihm mit meinem Kelch eine drüber gezogen. Konnte er nicht einfach die Klappe halten? »Jordan! Ich bin hundemüde und will einfach nur ins Bett. Also lass es einfach okay?!«, knurrte ich schon förmlich und er hob abwehrend die Hände.

»Ganz ruhig. War doch nur eine Feststellung!«

Ich war kurz davor meine Nerven zu verlieren und war George mehr als dankbar dafür dass er aufsprang und meinte, dass es besser wäre, wenn wir nun alle nach oben gehen würden. Den ganzen Weg nach oben stapfte ich dahin und brummte irgendwelche Beleidigungen vor mich hin und als wir vor dem Portrait der Fetten Dame standen meinte ich: »Quatsch!« Schon schwang es zur Seite und ich machte mich auf den direkten Weg nach oben in den Schlafsaal, denn auf weitere Unterhaltungen mit den Jungs hatte ich keine Lust.

»Dir auch eine gute Nacht!«, riefen mir die drei noch nach als ich mit einem Knall die Türe hinter mir ins Schloss fallen ließ.

Endlich alleine. Ein Seufzen kam über meine Lippen und als ich mich auf die Suche nach meinem Bett machen wollte zuckte ich zusammen, denn das Mädchen von vorhin saß auf einem Bett, hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sah mich durchdringend an. Ich kam mir vor wie festgenagelt durch ihren Blick. »Ahm hi!«, meinte ich zögernd und zupfte nervös an meiner Uniform herum.

»Hi. Ist das jetzt dein Ernst? Ich meine was war das vorhin auf der Treppe? Du hast dich verhalten als würdest du mich nicht kennen? Also wer bist du und was hast du mit Sav gemacht? RAUS DAMIT!« Schon hielt sie mir ihren Zauberstab an die Brust und ich hob abwehrend die Hände.

Holy shit! Was läuft denn hier? Ich brauche Hilfe! Hallo? Dumbledore weiß doch alles was im Schloss vor sich geht! Er wird es nicht zulassen, dass ich umgebracht werde, oder? Schockiert starrte ich das Mädchen vor mir an, denn ich hatte keine Ahnung was ich denn nun machen sollte. Immerhin war das eine Situation mit der ich bisher noch nie zuvor konfrontiert wurde und nun das. Da wollte ich einfach nur schlafen gehen und würde wohl verhext oder sonst was werden. So hatte ich mir meinen ersten Abend in Hogwarts definitiv nicht vorgestellt. »Nimm das Ding da weg. Bist du wahnsinnig? Ich hab gar nichts mit mir gemacht, denn ich bin ich. Okay, das ergibt keinen Sinn…Nimm den Zauberstab runter. Wir sind nicht im Duellierclub!«, kam es von mir und ich sah sie schon beinahe flehend an. Super Kollegen hab ich da. Und mit ihr darf ich mir auch noch den Schlafsaal teilen. Das wird lustig… Sie sah mich immer noch mit diesem durchdringenden Blick an, aber immerhin war sie nun soweit, dass sie den Zauberstab sinken ließ.

»Raus damit. Bist du ein Spion, der Vielsafttrank trinkt oder was? Denn du bist garantiert nicht Savannah Evangeline Jackson.« Langsam machte sie mir wirklich Angst, denn anscheinend hatte sie bemerkt, dass hier etwas nicht stimmte. Vielleicht wäre es wohl doch besser, wenn ich aufwachen würde. Aber auf der anderen Seite…wenn das alles nur ein Traum war konnte mir ja auch nichts passieren.

»Tut mir leid, dass ich mich nicht wie ein hysterischer Teenager verhalten habe, aber die Info mit dem Trimagischen Tunier und den anderen Zauberschulen, die kommen werden, habe ich wohl vergessen mich einmal nicht normal zu verhalten!«, platzte es schließlich aus mir heraus. Ich wusste selbst nicht genau warum ich so aus der Haut fuhr, aber ich hasste es, wenn man mich so blöd anging und ich nicht einmal wirklich schuld daran war. Denn was konnte ich denn bitte dafür, dass ich irgendwie durch diese Absperrung gekommen war und nun hier war? Gar nichts. Ich konnte gar nichts dafür.

Das Mädchen zog die Augenbraue nach oben und seufzte auf. »Na gut. Du hast recht. War echt viel Info für einen Abend. Also…wie waren deine Ferien? Total schade, dass es mit unserem Treffen nicht geklappt hat!« Hab ich was verpasst? Was ist denn jetzt los? Zuerst droht sie mir und jetzt reden wir über unsere Ferien? Wer zum Teufel ist sie eigentlich? Jedoch war ich mehr als erleichtert, dass sie mir nicht mehr an die Gurgel sprang, dass ich ihr Antworten auf ihre Fragen hab, auch wenn ich mir die meisten auf die Schnelle einfallen ließ und keine Ahnung hatte ob diese auch passen würden. Doch anscheinend hatte ich Glück und sie war zufrieden damit. Irgendwie schaffte ich es auch „mein“ Bett mit „meinen“ Sachen zu finden und schlüpfte in meine Schlafsachen. Schließlich entdeckte ich auf meinem Nachtkästchen noch zwei Bilderrahmen. Einer enthielt ein Foto mit den Twins und Lee und einer ein Foto mit mir und dem Mädchen und darunter stand: Vicky und Sav – Friends for life ♥️

Irgendwie hatte ich es dann auch noch geschafft zu verschlafen, wie auch Vicky weshalb wir total gestresst in der Großen Halle ankamen um gerade noch unsere Stundenpläne abzuholen bevor wir auch schon wieder los mussten. Mir machte es nicht allzu viel aus, denn morgens bekam ich sowieso nichts runter, aber Vicky murrte vor sich hin, denn sie war alles andere als begeistert da sie nun auf ihren Kaffee verzichten musste. Ein Blick reichte aus um festzustellen, dass ich die ersten beiden Stunden Zauberkunst hatte und zum Glück hatte ich dieses Fach gemeinsam mit Vic, denn ohne sie hätte ich vermutlich nie den Weg in die Klasse gefunden und so musste ich ihr einfach nur folgen. Also das war wirklich praktisch und ich hoffte einfach nur, dass wir heute alle Kurse zusammen hatten damit ich wenigstens pünktlich in den Unterricht kam. Soweit ich mich noch erinnern konnte gab es sonst Punkteabzug und das wollte ich wirklich nicht riskieren. Ich musste sie dann dringend noch nach ihrem Stundenplan fragen, aber das würde schon irgendwie klappen…hoffte ich zumindest. Ich folgte ihr dann einfach in die Klasse und ließ mich neben sie fallen. Wie ich feststellen durfte waren auch Fred, George und Lee dabei und das konnte nur eine Katastrophe werden. Prof. Flitwick war einfach nur knuffig in meinen Augen und am liebsten wäre ich aufgestanden und hätte ihn umarmt, aber das ließ ich dann doch lieber bleiben, denn dann hätten sie mich alle erst recht für verrückt erklärt. Die Doppelstunde Zauberkunst war dann recht schnell vorbei gewesen und ich fand, dass ich mich nicht so schlecht geschlagen hatte, aber ein bisschen Sorge hatte ich vor Verwandlung, denn mit Prof. McGonagall würde es kein Kirschen essen werden. Und ich hatte Angst davor, dass sie bemerken würde, dass etwas nicht stimmte, aber auch diese beiden Stunden hatte ich ohne größere Probleme hinter mich gebracht und schon ließ ich mich zum Mittagessen nieder. Ich hatte wirklich einen Bärenhunger und schaufelte auch schon Reis mit Hühnchen in mich rein. Vicky sah mich belustigt an, aber sie hatte auch nicht gerade weniger auf ihrem Teller. »Wie sieht unser Nachmittag aus?«, fragte ich nach und sah sie fragend an. Hoffentlich haben wir alle Fächer gemeinsam…

Schon kramte sie nach ihrem Stundenplan, studierte ihn einen Moment und meinte dann: »Eine Stunde Alte Runen, eine Doppelstunde Kräuterkunde und eine Doppelstunde Verteidigung gegen die dunklen Künste zum Goldenen Abschluss!«

Ich verzog das Gesicht; auf Moody könnte ich gut verzichten, denn ich hatte eine Heidenangst vor diesem Kerl.
Das Mittagessen war in meinen Augen viel zu schnell vorbei und schon zog mich Vicky weiter zu den anderen Stunden. In Alte Runen verstand ich nur Bahnhof…irgendwie zumindest. Aber meine größte Sorge waren noch immer die beiden letzten Stunden. Nach der Doppelstunde Kräuterkunde hatte ich wegen dem ganzen Lachen übelste Bauchschmerzen, denn dank Lee und Vicky hatte ich solchen Spaß wie schon lange nicht mehr gehabt. Noch immer prustend machten wir uns schließlich auf den Weg um die letzten Stunden abzusitzen und ich ließ mich gleich ganz hinten auf einen Platz fallen, denn vielleicht würde ich ja Glück haben und nicht auffallen. Doch meine Hoffnung darauf war nicht die Größte… Die Twins saßen vor mir und Lee setzte sich neben mich, denn Vicky hatte sich mit jemand anderem zusammengetan, bei dem ich keine Ahnung hatte wer das eigentlich war. Als sich die Klasse dann gefüllt hatte kam auch schon Moody mit seinem komischen Bein daher und meine Arme überzogen sich mit einer Gänsehaut. Schon begann er mit dem Unterricht und trotz allem sah ich gespannt zu ihm, da ich nichts verpassen wollte. Als er dann anfing Fragen zu stellen wurde ich auf meinem Sitz immer kleiner, denn wenn er mich etwas fragen würde, würde ich vermutlich nicht einmal die Antwort wissen. Doch wie das Schicksal es so wollte fixierte er mich mit seinem gruseligen Auge und meinte: »Was ist der Vorteil eines ungesagten Zaubers?«

Nun sahen mich alle neugierig an und ich starrte den Professor etwas perplex an, denn ich hatte keine Ahnung. Eilig durchforstete ich mein Hirn nach einer Antwort, denn ich war mich sicher, dass ich darüber schon einmal gelesen hatte. Da war doch etwas gewesen. Ungesagte Zauber… Und dann viel es mir ein. »Also bei ungesagten Zaubern ist unser Gegenüber nicht gewarnt, welche Art von Zauber wir einsetzen werden. Also haben wir einen Vorteil, wenn auch nur einen kurzen Moment.«

Abwartend sah ich zu Prof. Moody, welcher dann nickte und meine Antwort bestätigte. »10 Punkte für Gryffindor!«
Erleichterung machte sich in mir breit und die restliche Zeit verging wie im Flug. Schon hatte ich den Schultag geschafft und machte mich mit Fred, George und Lee auf den Weg in den Gemeinschaftsraum.

»Also wirklich, dass dir dein Dad nichts wegen dem Turnier gesagt hat. Ich wäre stinksauer, wenn meiner mir das verschwiegen hätte…obwohl irgendwie hat er das ja auch…«, kam es von Fred und ich schmunzelte leicht.

»Keine Sorge. Ich werde mich bei ihm beschweren.« Und irgendwie hatte ich wirklich das Bedürfnis ihnen einen Brief zu schreiben…

Kaum waren wir im Gemeinschaftsraum angekommen setzte ich mich auch schon auf einen Sessel am Feuer und holte Pergament, Feder und Tinte heraus um meiner „Familie“ zu schreiben. Schon hatte ich wieder das Bild von der Kleinen vor Augen, wie sie am Bahnhof gestanden und geweint hatte. Es brach mir immer noch das Herz obwohl ich sie nicht einmal wirklich kannte. Aber trotz allem flossen die Wörter wie von selbst auf das Papier. Ich erzählte ihnen von meinem ersten Tag und dann beschwerte ich mich natürlich bei meinem „Dad“ warum er mir nichts erzählt hatte und ich hoffte einfach nur, dass er mir wirklich nichts gesagt hatte. Aber wenn man es genau betrachtete war es doch wirklich unfair. Und ich hasste es wie die Pest, wenn man mir etwas verheimlichte. Kaum hatte ich den Brief fertig geschrieben brachte ich meine Sachen nach oben in den Schlafsaal und schnappte mir noch einen Eulenkeks aus der Schachtel, die auf dem Tischchen von Vicky stand. Schaden würde es bestimmt nicht. Die Frage war nur wie ich nun zur Eulerei kommen sollte…Langsam ging ich wieder nach unten und die kleine Gruppe saß am Feuer und sah mich fragend an als ich den Brief hochhielt. »Ich muss nur eben noch in die Eulerei. Treffen wir uns dann wieder hier und gehen gemeinsam nach unten zum Abendessen?« Von allen kam ein Nicken und schon machte ich mich auf den Weg. Kaum war ich durch das Portraitloch geklettert stand ich da und wusste nicht wo ich denn nun eigentlich hingehen sollte… Das konnte nun eine lange Suche werden. Doch wenn ich hier rumstehen würde, würde es mir auch nicht helfen und aus diesem Grund ging ich einfach los, denn ich würde schon irgendwie hinfinden…hoffte ich jedenfalls.

Doch so einfach war das Ganze dann doch nicht, denn ich fror mir beinahe den Hintern ab und mir kam es so vor als würde ich im Kreis gehen,.. Doch als dann zwei Mädchen vor mir auftauchten und davon redeten, dass sie nur noch eben schnell ihren Brief abschicken würden horchte ich auf und heftete mich an ihre Fersen. Tatsächlich führten sie mich dann direkt in die Eulerei und nun stand ich vor der nächsten Aufgabe, denn wer war denn meine Eule und wie hieß sie eigentlich? Na das konnte noch lustig werden. Jedoch brauchte ich mir darüber nicht allzu lange Sorgen machen, denn schon ließ sich eine braune Eule auf meiner Schulter nieder und kniff mir leicht ins Ohr. Vorsichtig strich ich über ihr Gefieder und band ihr den Brief an ihr Bein. Danach kramte ich den Eulenkeks aus meiner Tasche und gab ihr diesen bevor sie davon flog. Ich sah ihr noch kurz nach bevor ich mich umwandte um mich auf den Rückweg zu machen. Ich ging die Wendeltreppe nach unten und wandte mich in die Richtung aus der ich gekommen war. Nun war ich wieder froh, dass ich einen relativ guten Orientierungssinn hatte, denn ansonsten wäre ich vermutlich irgendwo angekommen nur nicht im Gemeinschaftsraum. Zwar musste ich einige Male anhalten, weil ich mir nicht mehr sicher war ob ich den richtigen Weg gewählt hatte, aber ich konnte sagen, dass ich es im Grunde ohne Verlaufen zurück geschafft hatte. »Also ich wäre dann soweit!«, meinte ich zu den anderen lachend.

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